“Warum Frauen ihre gesunde Aggression zurückerobern sollten”
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Barbara Beck über ein Thema, das viele Frauen tief betrifft: gesunde Aggression. Barbara erzählt, wie sie in ihrer Kindheit oft Kraft, Klarheit und Durchsetzung gebraucht hätte – doch Mädchen sollten brav, ruhig und angepasst sein. Die unterdrückte Aggression verschwand nicht einfach. Sie zeigte sich später in psychosomatischen Beschwerden, im langen Aushalten von Grenzüberschreitungen und schließlich in explosiven Wutausbrüchen, für die sie sich danach schämte.
Durch einen intensiven Workshop lernte sie, diese Energie nicht mehr gegen sich selbst oder unkontrolliert gegen andere zu richten, sondern bewusst dort einzusetzen, wo Grenzen überschritten werden. Diese Erfahrung veränderte auch ihren beruflichen Weg: Sie verließ ihren alten, auslaugenden Beruf als Kindergartenpädagogin und arbeitet heute mit Klangschalen, Klangmassagen und Frauenzirkeln. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Frauen ihre Aggression nicht unterdrücken, sondern wieder als Kraftquelle nutzen sollten.
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Schattengespräch.
00:00:05: Heute mit Barbara Beckern, wir reden über ein ganz interessantes Thema.
00:00:09: also du bist hier glaube ich Kindergartenpädagogin Mutter einer...
00:00:16: Tochter,
00:00:18: dreizehnjährigen Tochter Und dann machst Du einen Workshop in dem es um Frauen und Aggression geht.
00:00:24: so Themen wie Befrei deine innere Kriegerin.
00:00:29: müssen Frauen heutzutage Kriegerinnen werden?
00:00:34: Hätte es mir das vor zehn Jahren gefragt, hätte wahrscheinlich gesagt Nein.
00:00:38: Heutzagig unbedingt.
00:00:40: durch meine eigene Erfahrung und zwar bin ich nicht Kindergärtnerin sondern war Kindergärtenerin und ja seitdem ich da selbst herausgelöst habe hat sich viel entwickelt und eine wertvolle Wegbegleiterin war meine innere Kriegerin.
00:01:00: Was ist diese innere Kriegerin?
00:01:02: Wir kennen Kriegsfilme.
00:01:04: Und gerade wenn es um Frauen geht und Krieg, und Frauen und Akkursionen gibt's ja viele Vorteile.
00:01:11: Frauen sollen nicht kämpfen!
00:01:12: Frauen soll nicht schreien oder Mädchen sollen nicht laut sein.
00:01:15: Mädchen soll nicht kämpfen.
00:01:17: Ich glaub' dass da viel Missverständnis ergibt mit dem Bild der inneren Kriegerinnen.
00:01:22: ebenso wie du sagst sind dann kleine Bilder die man aus den Medien kennt, die man als kriegerischen Handlungen kennt.
00:01:29: Aber da geht es um einen inneren Anteil, der für die positiven Aspekte eines Kriegers oder einer Kriegerin aus dem sehr ursprünglichen steht.
00:01:38: Und für mich ist das mit Mut verbunden, sich selbst einzustägen, sich für sich einzusetzen und sich selbst drückendeckung zu geben, die Wahrheit aussprechen zu trauen.
00:01:52: also gerade solche Dinge, die uns Frauen leider immer... in vielen Bereichen schon noch fehlen oder da noch wachsen dürfen, ist das was dann so ja gestärkt wird dadurch.
00:02:06: Du hast dir gesagt du hast dir gewünscht dass du schon früher deine Kriegerin entdeckt hast.
00:02:14: wo hättest du dir das gewünschte?
00:02:15: Wo hätte sie dir der Vorteil gebracht?
00:02:18: Ja, jetzt im Nachhinein betrachtet ist mir das ja erst klar geworden wo sie mir gefehlt hat.
00:02:24: Also das war man ja lange Zeit nicht bewusst.
00:02:27: ich habe das auch nicht greifen können.
00:02:29: es war für mich so wie ich gelebt habe wie ich gehandelt habe wie jagiert habe war für me normal so wie Ich's gelernt habe wie groß geworden bin.
00:02:38: Was hast
00:02:39: du da gelernt?
00:02:40: Naja also das klassische würde ich sagen also brav sein hinten anstellen Ja, nicht zurückreden.
00:02:49: Nicht dazwischenreden sich erst um die anderen kümmern, dann um sich selbst.
00:02:54: und das ist jetzt gar nicht irgendwie bewertend dass ich mit dem groß geworden bin.
00:02:58: es war halt so, das hat all seiner Geschichte Das ist sicher auch schon über Generationen weitergegeben worden Und für mich wurde es aber ein sehr wertvoller Erkenntnis Dass dieser Anteil so gefehlt hat in meinem Leben Und ich mich selber oft zurückgenommen habe in Bereichen, wo immer gewünscht hätte.
00:03:20: Ich hätt mir da schon mehr gedraht zum Beispiel oder hätte meine Grenzen mehr gewahrt.
00:03:24: Das heißt die Mädchen müssen heute viel aggressiver werden?
00:03:27: Wir leben da sehr wohl die Mädchens dann irgendwie an der Mädchen schlagen.
00:03:30: Man muss sich vordrängen man muss...
00:03:33: Ich glaube das ist dann das falsche Ventil sozusagen.
00:03:37: also es entwickelt sie dann durch das lange Zurück halten oder das lange zurückstecken.
00:03:44: Oder nicht drüber dran, dass da so viel Angestattes dann einfach zurück bleibt und irgendwann ist es fassvoll und geht über beziehungsweise wenn's ein bisschen fehlt generell mit seinen Emotionen in Verbindung zu sein, mit seinen Anteilen in Verbindung zu sein... ...ist es auch sehr schwierig dann bewusst damit umzugehen.
00:04:05: also wir sind ja Ein Spektrum an Anteilen.
00:04:09: Die innere Kriegerin ist ja nur eine von vielen, die auch in mir schlummert und ich glaube dass das Bewusstsein von diesen Anteil einer großen Vorteile ist wenn man sie dann damit daran bedienen kann sozusagen.
00:04:24: Und wer würde es du sagen hat dich dann meistens geprägt?
00:04:27: Dass du eben das nicht entdeckt hast?
00:04:29: wir waren doch so deine Vorbilder.
00:04:31: wer hat dich da so erzogen?
00:04:34: Naja, das sind weibliche Rollenbilder.
00:04:39: Ich würde da jetzt gar nicht auf männlich oder weiblich beschränken.
00:04:42: Es war halt so wie ich es gesagt habe – es ist ja schon über Generationen hinaus – wenn man mal zurückschaut in die Kriegsgenerationen.
00:04:50: Da waren nicht viel Platz für Emotionen oder für Stöme auf die Füße und da war halt viel Abhängigkeit davon noch vertreten.
00:04:59: Die nächste Generation hat natürlich noch gelernt und übernommen und auch im besten Ja, im besten Tun weitergegeben ohne die Absicht jetzt zu vermitteln.
00:05:11: Heute klein bleibt klein.
00:05:14: Also ich glaube es ist einfach wirklich über Generationen unbewusst wie man auf dieses Bild sieht.
00:05:21: der Stein wird weiter gereicht von Generation zur Generation weiter gegeben worden geprägt wurden aus verschiedenen Hintergründen.
00:05:30: und jetzt ist das der Moment wo man sagt ja Man darf bei hinschauen und es darf sich was ändern.
00:05:38: Wenn man sagt, die Aggression ist einfach eine Energie.
00:05:42: Eine Energie, die entsteht wenn Grenzen verletzt wird... ...wenn man nicht wahrgenommen wird, wenn Liebe verschmät wird.
00:05:50: Wie hat sich diese Aggression bei dir ausgeweckt?
00:05:52: Da gibt's ja unterschiedliche Möglichkeiten.
00:05:55: Ich hab nie gelernt sie auszuagieren auf einer gesunde Art und Weise.
00:05:59: Dann formt sie sich trotzdem an den Weg.
00:06:02: Also in der Jugend war es so, dass ich dann oft mir selber gegenüber so wütend war und mir selbst das Schuld gegeben habe für... Ja, ich kann's gar nicht benennen.
00:06:14: Es war so ungefiltert und ungesteuert.
00:06:17: Ich weiß aber ganz viel Wut in mir.
00:06:21: Es hat sich dann irgendwann geäußert im Panikattacken als was sie so in mich angestaut hat.
00:06:26: Das war wirklich dieser innere Druck, der so groß waren ist.
00:06:32: Ja und dann ist es ja schon so, wenn man älter wird.
00:06:36: Man findet halt dann schon seine Wege damit umzugehen, damit ich nicht übergriffig werde oder dass sie in falsche Bahnen...
00:06:45: Was
00:06:46: war das jetzt für wege?
00:06:49: sehr wütend und loud waren.
00:06:52: Ich habe das dann in Konflikten gerade in Beziehungen gemerkt, dass ich dann sehr fuchtig werden kann und sehr laut werden kann.
00:06:59: Lange Zeit sehr ruhig und lange Zeit für mich zurückgehalten und irgendwann quasi war die Explosion da.
00:07:08: Beruflich hat es auch viele Themen gegeben... im Nachhinein betrachtet, mich sehr belastet haben und wo ich auch nicht drüber gesprochen habe oder das Gespräch gesucht habe.
00:07:19: Oder meine Wahrheit in dem Moment ausgesprochen habe.
00:07:24: Ja da ist dann schon dieses Aushalten gegangen und auch wieder in dieses Runterschlucken.
00:07:29: Es hat dann körperliche Symptome gegeben wie Magenbeschwerden...
00:07:32: Also es ist schon noch bei dir passiert vor psychosomatischer Symptomen?
00:07:36: Ja also es hat sich dann weiterentwickelt Ja, bis zu einem Burnout.
00:07:42: Wo natürlich jetzt nicht nur die Wutterrolle gespielt hat aber schon ein sehr großer Aspekt war dieses Iggy ständig über meine Grenzen für andere zuliebe.
00:07:55: ich halte sehr viel aus und andere dürfen auch ständig auf meine Grenze obwohl ich das gar nicht so will.
00:08:01: also da hat sich einfach vieles angesammelt über die Jahre ja wo immer jetzt im Nachhinein oft denkt Denkte ich, wie das passieren könnte.
00:08:09: Das würde mir jetzt so nicht mehr passieren.
00:08:11: Aber die Erfahrung, die man gefehlt hat, der Anteil, der nicht integriert war bei den Schattenseiten, die da nicht bewusst waren...
00:08:23: Was hat dir dabei geholfen, diese Anteile in deinem Leben zu integrieren?
00:08:28: Also ein großer Durchbruch.
00:08:31: und wirklich, wie man heutzutage so schön sagt ... Der Gamechanger war dann ein Schatten-Workshop.
00:08:42: Was ist da passiert auf diesen Schatten Workshop?
00:08:46: Also, da bin ich jetzt erst einmal so richtig mit diesem Thema in Kontakt gekommen.
00:08:50: Ich war vorher schon in Therapie und natürlich war das auch sehr hilfreich.
00:08:55: also habe da verschiedene Aspekte beleuchtet und verstanden und für mich zusammengesetzt quasi aber alles auf einer anderen Ebene.
00:09:04: Und dieser Schattenworkshop war so aufgebaut dass es halt Ja, sehr ins Erleben geht.
00:09:14: Ins Fühlen geht und spüren geht und da ein dieses Mal drüber dran.
00:09:19: Und durch das war es dann so der Zugriff gegeben zu diesem Anteil.
00:09:24: Gab's da eine Angst davor?
00:09:26: Weil jetzt haben wir gelernt Aggressionen, Schattenseiten.
00:09:31: Es gibt gewisse Dinge die man besser nicht lebt.
00:09:34: Und jetzt soll man da hingehen wo man mit anderen vor anderem Da rein spürt.
00:09:40: Gab es eine Angst oder war die Freude im Vordergrund?
00:09:44: Nein, da war Riesenangst.
00:09:46: Also ich habe dann auch davor diesen Dialog geführt, diesen Inneren... dass ich natürlich ganz viele Gründe gefunden hätte warum man nicht hingehen soll oder kann.
00:09:58: und gleichzeitig war aber dieses Wissen und dieses Gefühl Es wird mir etwas bringen und es wird mir was nützen.
00:10:06: Und das ist jetzt einfach Zeit, mich da drüber zu trauen.
00:10:08: Also es war schon so ein bisschen wie dieser innere Anteil von dieser Kriegerin, die schon gerufen hat und mich so ein bissel angestupst hat, gehe hin macht das.
00:10:19: Aber natürlich war ich sehr aufgeregt, aber nicht wusste, was wir erwartet.
00:10:23: Gerade diese Kontrolle war für mich immer so, wenn ich weiß was mir erwartet.
00:10:27: Das ist für mich ein Gefühl von Sicherheit.
00:10:30: Also das war schon ein großer Schritt aber ein ganz wichtiger und wertvoller.
00:10:36: Was hat dir dabei geholfen diesen Schritt auch noch mal zu machen dort hinzugehen?
00:10:41: Hast du die Unterstützung von der Mann gehabt oder gab es Freundinnen?
00:10:44: Was war das, dass dir über diese Höhle geholft macht?
00:10:49: Nachdem das jetzt schon eine ganze Weile zurückgelegt... Das kann ich jetzt so gar nicht mehr benennen.
00:10:56: Was dann wirklich der letzte, das Zündel an der Waage war quasi.
00:11:03: Aber du hast es dann gemacht offensichtlich?
00:11:06: Und was war dort die große Feindung?
00:11:11: und dass man sich die Details verrät.
00:11:12: aber was war da so?
00:11:14: den springenden Punkt, dass du etwas anders gemacht hast oder erlebt hast.
00:11:20: Also es war wirklich wie so ein Schlüsselmoment, wie wenn der Knopf aufgeht und man hat Zugang zu einem Punkt oder ich habe Zugang zum einen Punkt den in mir auf dem ich keinen Zugriff gehabt hatte irgendwie so wie das erlaubt oder weggesperrt oder einfach zu klein geworden.
00:11:41: Und das war dann so der Moment wo wieder Zugriff bekommen habe.
00:11:45: und da dieser Blickwinkel von verschiedenen Perspektiven mal dahin zu schauen, ja es war... ich kannst nur wirklich ein Schlüsselmoment bezeichnen an der dann einen Zugang eröffnet hat.
00:11:58: Der mit dann weiterhin in den Alltag begleitet hat.
00:12:01: also das hat mich nicht mehr... wie ist jetzt etwas geöffnet was sie bis jetzt nicht mehr geschlossen hat?
00:12:07: Glaubst du, so was wir auch in einer Einzelsitzung gegangen?
00:12:12: Oder wie wichtig war das, dass eben mehrere Frauen hier zusammen waren also in dieser Gruppensetting.
00:12:18: Also
00:12:19: die Gruppendynamik war sehr wichtig und also auch da... war die Aufregung sehr groß.
00:12:27: Wer wird das sein?
00:12:29: Wie viele werden da sein, wie werden wir uns verstehen, wie würden wir voneinander zugehen... Das ist ja auch oft schon schwieriger in Gruppen sich dann zu öffnen oder was preiszugeben und es war aber so ein wertvoller Rahmen und so ein schönes Miteinander und ich glaube, dass kann man im Einzelnen nicht erschaffen weil diese Gruppentynamik Und dass es sich gegenseitig dann halten und stützen, aber gleichzeitig zu sehen man ist nicht allein mit diesen Themen.
00:12:58: Das geht uns ja sehr ähnlich.
00:13:01: Ja war sehr wertvoll.
00:13:04: Also ihr lebt das eigentlich bei Frauengruppen am stärksten?
00:13:09: Ich habe früher gemischte Gruppen gar gemacht noch immer gemischten Gruppen.
00:13:13: Dann irgendwann Frauengruppe.
00:13:14: mal Frauen haben gesagt Geht das auch dafür nur Frauen sind weil wenn da mein Partner dabei ist, wenn ein fremder Mann dabei ist.
00:13:23: Ich kann mich dann nicht zu öffnen.
00:13:26: und es unglaublich, wenn eine reine Männergruppe ist das kriegt er eine ganz eigene Dynamik auch wenn die Leute sagen nein das ist Wurst und du kannst alles sein und und achtundzwanzig Geschlechter merkt man einfach eine reinen Männergruppen hat ganz seine eigenen Dynamik.
00:13:40: und eine Frauengruppe die noch mal bindet sich so stark und da geht so viele Fans auf, ich bin auch ganz normal.
00:13:49: Es ist unmöglich das was mir einen Gruppensetting erlebt in einem Zweiersetding oder Einzelsetting zu machen weil sie einfach multipliziert durch die ganzen Schicksale und diese Verbindung von oh da haben andere genau dasselbe erlebt wie ich.
00:14:04: und das ist eine Stärkung und eine Stütze die einzeln glaube ich gar nicht möglich ist.
00:14:12: Und was auch sehr, sehr schön war, war dieses Erlebnis gerade von diesem Miteinander und das, obwohl wir uns nicht kennen so nah zu sein in kurzer Zeit.
00:14:24: Und dann auch zu sehen wie wir uns entwickeln in dieser kurzen Zeit also ... Wir reden da ja nicht über eine Betreuung, die jetzt über Monate war.
00:14:33: Sondern es war ein kurzer Zeitraum mit dem so viel möglich war was ich mir vorher auch nicht vorstellen konnte und das war dann zu sehen wie die anderen wachsen in dieser kurzen Zeit und man das miteinander erlebt und dann auch die Rückmeldungen und die Gespräche untereinander.
00:14:50: Das war schon etwas... Sehr schönes.
00:14:52: Und dann hat die Zeit danach, wo natürlich der Kontakt aufrecht geblieben ist und man hat gesehen wie das jeden den Alltag mitnimmt und wie viel sie im Nachhinein noch bewegt.
00:15:00: Ja
00:15:03: also eine sehr schöne Sache, die du da damals erlebt hast.
00:15:08: Was hat es bedient, dass dann auf der Alltagsseite verändert, weil das eine ist und nur zwei Tage hat.
00:15:16: Eineinhalb Tage, zwei Tage, wo sich was verändert in den Entwicklungen.
00:15:20: Und oft ist es so okay, dass es jetzt schön wird, was wir erlebt haben aber es hat nichts mit meinen Alltag zu tun.
00:15:24: Bei dir war das hier glaube ich ein bisschen anders?
00:15:26: Ja also... Ich habe das dadurch, dass so wie gesagt, da bin ich sowas in mir aufgegangen oder sowas ich in mir etwas verändert habe einfach das, was ich in diesen Rahmen gelernt hab und ausprobieren konnte und mir angeeignet habe habe ich im Alltag umsetzen können.
00:15:45: Ich bin jetzt nicht gleich rausgegangen und hab gesagt, ja, ich reise jetzt die Welt nieder quasi weil ich bin jetzt eine starke Kriegerin.
00:15:51: aber ich habe schon gemerkt wie diese Stärke und das Selbstvertrauen und diese Sicherheit in mir gewachsen ist und in mir dann selber mehr zugetraut habe.
00:16:02: und das hat mich natürlich im Alltag begleitet.
00:16:05: und ich habe mich ausprobiert in kleinen Dingen Da entsteht noch mehr draus und es wächst.
00:16:12: Und
00:16:15: gab's dann eine Veränderung in deiner Berufsfeld, in deinem Alltag?
00:16:19: Ist da auch etwas entstanden?
00:16:22: oder arbeitest du jetzt nur anders als Kindergartenbetergoin?
00:16:25: Nein!
00:16:26: Du bist das nicht mehr.
00:16:27: Da ist irgendwas anderes gekommen.
00:16:29: Genau.
00:16:29: Also ich bin viel klarer geworden in meinem Doing generell.
00:16:39: dieses hinten anstellen.
00:16:40: Also es ist nicht so, dass ich nicht kompromissbereit wäre oder nicht einfühlsam, das ist gar nicht die Sache sondern wirklich dieses für mich klar einstehen meine Grenzen zu halten und zu warnen und ja klar zu äußern und meine Klarheit meinen Weg auch dementsprechend zielgerichtet zu gehen also immer dieses Bild von mir mit dieser Kriegerin, mit Pfeil und Bogen die einfach sehr fokussiert ist.
00:17:08: Und das ist etwas was ich sehr spüre.
00:17:10: also diesen fokusierten Weg zu gehen und ja deswegen bin ich mittlerweile auch nicht mehr Kindergärtnerin sondern hab Ausbildungen gemacht habe jetzt da schon eine Selbstständigkeit seit drei Jahren angemeldet und es ist im Wachsen und dem Aufbauen.
00:17:25: und dass wir dann noch weitergehen mit Fortbildungen.
00:17:28: Ja also
00:17:29: Super
00:17:30: Ich gehe weiter
00:17:31: Voll schön Und du machst dir jetzt auch einen Workshop, wo es genau um das Thema geht.
00:17:39: Du hast ja auch immer gesagt also das ist das Thema der Zeit.
00:17:42: Also Aggression und Frauen wie sie besser mit dieser Kraft arbeiten können?
00:17:47: Wie sie diese Kraft integrieren können?
00:17:49: Wir erlebst du's jetzt?
00:17:52: Wie ist der Umgang von Frauen die das noch nicht kennen im Normalfall?
00:17:57: Wie erlebst ihr das?
00:18:01: Ich würde das so beschreiben oder aus meiner Erfahrung her.
00:18:05: Ich arbeite ja in meinen Auszeiträumen viel mit Frauen zusammen und dass das schon ein Thema ist, das viele Frauen betrifft.
00:18:13: Dieses ich würde gern mehr für mich einstehen, dummer schwer meine Grenzen zu wahren.
00:18:19: Ich spüre das immer wieder über meine Grenze gegangen wird.
00:18:22: Ich bin erschöpft.
00:18:24: es macht mir müde an diese Wut die man in sich trägt oder nicht so rauslassen kann weil man ja das Gefühl hat es ist es falsch es ist verwerflich.
00:18:34: dann wiederum eben dieses, wenn man überladen ist gerade als Mutter oder wenn man sich um Familienmitglieder kümmert das man so erschöpft ist dass man mal explodiert und es wird auch das schlechte Gewissen da.
00:18:45: Also es ist eine Spirale von Erschöpfung, von einem Auf-und-Ab von dem Schluck runter zu explodieren, so beruhigt sie wie der Schluck herunter zu explotieren auf Veränderungen die man eigentlich schon spürt dass sie dran wären weil wir in dem Bereich, wo man vielleicht arbeitet, nicht mehr so gut aufgehoben ist mit den Kollegen und Problemen da sind.
00:19:09: Also es gibt ja eine ganz große Bandbreite, bei der man einfach merkt, da fehlt, sondern diesen steht für mich ein.
00:19:16: und auch wenn ich mal jetzt da unsicher bin... Ich weiß es ist das Richtige und bin jetzt mutig, diesen Schritt zu gehen.
00:19:24: Ja also da gibt's einfach ein ganz großes Feld meine Wahrheit da auszusprechen, weil ich Angst habe den anderen zu verletzen zum Beispiel.
00:19:35: Und dann Dinge aber bei mir behalte und selber die Lasten trage in mich also...
00:19:43: Ich erlebe es in dem Feld sehr oft dass Menschen alles wissen.
00:19:48: Also so wie du sagst sie wissen ja genau ich bräuchte das und das wäre gut für mich Aber dann traue ich mich trotzdem nicht ist genau wieder dieses Problem, dass ich... und Aggression ist ja nichts anderes als Handlungsenergie.
00:20:04: Weil ursprünglich ich das nie gelernt habe, fehlt mir jetzt dieses Heutzel-Energie um das Hakel zu machen, weil dann könnte ich sie integrieren, weil es ist der Urlaub, es ist die Ferienzeit Es ist das Der Mann hat einen Schnupfen und da haben's da gerade gefüttert Und die Oma muss zur Garten gegossen werden.
00:20:27: Tausend Gründe, wieso sie jetzt nicht geht und das wird schon irgendwann kommen.
00:20:33: Was würdest du einer Frau empfehlen?
00:20:36: Du spürst das!
00:20:39: Ich
00:20:39: bereuchte das aber grad geht's nicht.
00:20:42: Ja also so wie es anfangs schon gesagt habe ich mir diesen inneren Dialog geführt aus der Angst heraus.
00:20:49: Aus der Unsicherheit heraus und hätte auch genug Gründe gefunden warum ich mir gedacht hab ja es geht aus dem Grund nicht.
00:20:57: Aber gleichzeitig, wenn ich wirklich ehrlich zu mir bin und hineinspüre.
00:21:03: Und dieser Anteil und dieser Wunsch und dieses Bedürfnis nach Grenzensätzen noch mehr Klarheit, noch mehr Trauen, mehr Mut, mehr Aussprechen... Das ist ja spürbar!
00:21:18: Wir leben es ja im Alltag.
00:21:20: also Es wird uns immer wieder präsentiert und das ist ja genau das was die Frauen sagen.
00:21:25: Ich weiß es ja.
00:21:26: aber Und wenn es weiss, dann brauche ich ja keine Aber.
00:21:30: Dann darf ich schon in die Handlung kommen und dann... Also für mich war das der größte Antrieb dieses Instumkommens.
00:21:39: geredet habe ich auch schon lange.
00:21:40: Gewusst hab' ich's schon lange aber wenn ich nicht ins Tun komme wird sich nichts ändern.
00:21:46: Ich denke immer wann weiß ich ob das gut war oder nicht?
00:21:50: Man ist gemacht!
00:21:51: immer, wenn ich es gemacht habe.
00:21:52: Also ich empfehle den Menschen auch immer, probiert die Sache mal aus.
00:21:56: Außer dass sie was illegal ist aber das ist ja nichts illegales.
00:21:59: Probier's aus und nachher weißt du, das ist gut da kann ich mehr davon machen oder nicht.
00:22:05: Aber davor, probiere es aus!
00:22:07: Wenn du das Gefühl hast, das passt, probier es aus.
00:22:09: Es kann nix schiefgehen.
00:22:10: Ja genau.
00:22:11: Man kann ihm also für mich war das generell schon egal was ihr jetzt gemacht habt, welches Seminar, welche Workshop, welche Fortbildung... überall was mitnehmen können.
00:22:21: Natürlich hat es Sachen gegeben, die haben mehr bewegt und mich berührt.
00:22:24: aber ich bin noch nie irgendwo ausser gegangen und habe gesagt da war nicht irgendetwas dabei.
00:22:29: also...
00:22:30: Hast du es bereut diesen Weg den du eingeschlagen hast?
00:22:35: Von dem Moment, wo du gesagt hast, ich werde jetzt nicht mehr Kindergartenbäcker-Pädagogen sein zu dem Jetzt.
00:22:40: Also gibt es ja rückblickend etwas nach dem Workshop, wo sie sagt, wieso bin ich nur den Workshop gegangen?
00:22:45: Wieso habe ich meinen sicheren Job weggeschmissen?
00:22:48: Wiso hab' ich diese Ausbildungen gemacht?
00:22:51: Keinem Tag bereut.
00:22:52: Aber ich bin unsicher.
00:22:55: bei Bankboy oder sicher gibt's Momente, in denen man denkt, Puh!
00:22:59: Was hast du jetzt eigentlich gemacht?
00:23:03: In mir ist so eine Klarheit und so ein, ja ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen.
00:23:10: Es gibt einfach keine Bereuen in dem Zusammenhang weil es einfach sie so richtig anfühlt.
00:23:17: Das heißt wenn jemand noch für den Workshop sich anmelken möchte... Ich glaube es ist noch ein Platz frei?
00:23:25: Ja!
00:23:27: Wann findet der Staat?
00:23:29: Der findet in Erstes Juli-Wochenende.
00:23:36: Dritter ist Zeugnis, vierter, fünfter ist der Workshop.
00:23:40: Ja
00:23:41: also am vierten und fünften Juli findet das Start und falls jemand Interesse hat kann er sich ja noch melden.
00:23:46: ich werde die Daten unten einfließen lassen und vielleicht finde ich auch noch ein Foto von dem Workshop den der damals stattgefunden hat.
00:23:58: Und der Schattengespräch.
00:24:01: Nein, nicht Schatten-Gespräch!
00:24:02: Das war ein Schattenworkshop.
00:24:06: Also herzlichen Dank für deine Zeit und ich bin gespannt auf den Workshop.
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